Praxis München - Füllungen/Inlays


Wenn der Zahn zur Reparatur muss

Zähne müssen viel leisten. Sie sollen den täglichen Anforderungen gerecht werden und das möglichst ein Leben lang. Der Kaudruck, dem ein Zahn standhalten muss, kann bei Frauen bis zu 300, bei Männern bis zu 400 Kilo betragen. Neben der reinen Kaufunktion haben unsere Zähne aber auch eine soziale Aufgabe. Ein strahlendes Lächeln und eine fehlerfreie Aussprache hängen ganz entscheidend von einem intakten Gebiss ab. Trotz regelmäßiger Zahnpflege können Karies-Bakterien, aber dennoch die Zähne zerstören. Ist die Zahnhartsubstanz erst einmal angegriffen bleibt nur noch die „Reparatur“.

Kunststoff (Komposit)
Komposite bestehen heute nur noch zu 20 Prozent aus Kunststoff. Deshalb ist der Begriff „Kunststofffüllung“ eigentlich irreführend. Die darin eingebetten Füllstoffe, wie Glas- Keramik und Quarzpartikel machen heute den weitaus größeren Anteil dieses Materials aus. Nach dem Einbringen in den Zahn härten Kompositfüllungen durch den Einsatz von blauem Licht im Zahn aus In der Regel sind sie universell einsetzbar und entsprechen auch in ihrer Farbe den ästhetischen Ansprüchen. Die neuen Kunststoffe halten heute den mechanischen Anforderungen beim Kauen problemlos stand und werden daher bei Bedarf oder auf Wunsch des Patienten als Alternative zum Amalgam eingesetzt.

Kleiner Wegweiser durch die Welt der Zahnfüllungen

Junge Frau auf zwei Fingern pfeifendKaries? Da kann der Zahnarzt helfen. Er entfernt die zerstörte Zahnsubstanz und füllt fachgerecht. Aber womit? Das jeweils „richtige“ Material müssen Patient und Zahnarzt – auf den individuellen Fall zugeschnitten - gemeinsam aussuchen.
Möglichst unauffällig, haltbar, gesund und vor allem preiswert soll der Stoff sein, der die leere Stelle im Zahn einnimmt. Aber: Den „Alleskönner“ unter den Materialien gibt es nicht, vielmehr eine Gruppe unterschiedlicher „Spezialisten“. Einerseits ist die Materialfrage abhängig von Größe des Lochs und Standort des Zahns. Andererseits sind Biokompatibilität, Härte, Haltbarkeit und Aussehen, aber auch der entsprechende Druck auf den Geldbeutel Kriterien, die eine Entscheidung fordern.
Für den Patienten bleibt es bei der Frage, ob direkte Füllung mit pastenartigen Materialien, Inlay (fertige Einlage) oder Onlay (fertig kombinierte Ein- und Auflage) das Mittel der Wahl ist. Hier sind der Sachverstand des Zahnarztes und – bei In- und Onlays – das zahntechnische Handwerk gefordert. Aber dann wird es in der Entscheidung auch schon komplizierter.

Pfeifen Sie auf sichtbare Defekte an Zähnen

Inlays

Harte Füllungen sind aus Materialien wie Gold-Legierungen, Keramik oder in seltenen Fällen Kunststoff gefertigt. Als so genannte „Einlagefüllungen“ (Inlays oder Onlays) werden sie nach dem Beschleifen und einem genauen Abdruck des Zahns in einem zahntechnischen Labor passgenau hergestellt. Die fertige Füllung wird dann vom Zahnarzt eingesetzt. Sie zeichnen sich durch eine wesentlich längere Haltbarkeit als plastische Füllungen aus und fügen sich passgenau in das Gebiss ein.


Zwei Zähne mit Goldinlays
Bild: Goldinlay

Keramikinlays
Keramik eignet sich für mittelgroße und große Füllungen, sind gut verträglich und werden mit einem Kunststoffkleber eingepasst. Das Ergebnis sind dicht abschließende Ränder und eine perfekte Anpassung an die natürliche Zahnsubstanz. Das sehr harte Material hat natürlich seinen Preis.
Ein spezielles computergesteuertes CAD/CAM-Verfahren fräst Keramik-Füllungen aus einem Block hochwertiger Spezialkeramik, die farblich genau an den natürlichen Zahn angepasst werden kann. Bei dem sehr schnellen Verfahren erhält man das Inlay in einer Sitzung.

Zwei Zähne mit Keramikinlays
Bild: Keramikinlay