Praxis München - Kieferorthopädie


Wir machen „schiefe Zähne“ wieder gerade!

Die Notwendigkeit und die Ausführung einer kieferorthopädischen Behandlung ist sehr vielschichtig und auf Grund der komplexen individuellen Einflüsse bei jedem Patienten unterschiedlich. Es gibt drei grundsätzliche Behandlungsbereiche:
  • Die komplexe Funktionskieferorthopädie, bei der der Umbau mit Hilfe von Muskelreizen bewerkstelligt wird
  • Die zahnärztliche Orthopädie, die vorhandene „falsche Beziehungen“ der Kiefer zueinander richtet
  • Die Orthodontie, die die Korrekturen von Zahnfehlstellungen beinhaltet. Der einzelne Zahn wird in seinem Knochenfach bewegt und in Harmonie zu den anderen Zähnen und dem Kiefer gebracht. Die Orthodontie kann im Gegensatz zur komplexen Funktionskieferorthopädie, die in der Wachstumsphase erfolgen muss, das ganze Leben über durchgeführt werden.
Ein verfrühter oder verspäteter Zahndurchbruch, Zahnfehlstellungen oder auffallende Formen von Kieferfehlstellungen sind meist schon mit „freiem“ Auge deutlich erkennbar: ein unharmonisches Profil ist häufig ein Zeichen für eine Kiefer-Fehlstellung.

Durch Kontrollen der Zahn-Durchbrüche, -Anzahl, -Größe, -Form, der Zahn- und Bissposition, der Kieferverhältnisse sowie der Lippen- und Profilverläufe erkennt man die Notwendigkeit einer kieferorthopädischen Behandlung. Ein lückenloses Milchgebiss zB. zieht meist einen Platzmangel im bleibenden Gebiss nach sich.

Der Behandlungsablauf wird anhand von Gebissmodellen, frontalen und seitlichen Röntgenaufnahmen sowie Fotografien des Gesichts geklärt. Gewohnheitsmäßige Verhaltensmuster (z.B. u.a. Daumenlutschen, Lippen- und Zungenpressen) zu erkennen ist genauso wichtig wie die Einordnung von Sprach- und Hals-Nasen-Ohren-Problematiken.

Für das Gelingen einer Therapie ist vor allem der zeitliche Ablauf und die intensive Mitarbeit des Patienten von großer Bedeutung!

Herausnehmbare Apparaturen (Zahnspangen)

Wenn das Kieferknochenwachstum und die Mundraumentwicklung gesteuert werden soll. Sie wirken harmonisierend auf die Entwicklung von Ober- und Unterkiefer ein und führen zu einem Gleichgewicht der Gesichtsmuskulatur.
Kunststoffplatten (im allgemeinen Sprachgebrauch „Zahnspangen“) müssen mindestens 12 - 16h täglich getragen werden, können aber zum Essen und bei bestimmten Aktivitäten herausgenommen werden.

Integrierte Schrauben dienen der Dehnung des Kiefers. Integrierte Klammern bewirken die Bewegung, wie z.B. eine Verschiebung der behandlungswürdigen Zähne, sowie eine Fixierung der Platte im Mund.

Festsitzende Apparaturen

Wenn innerhalb von Zahnreihen Zähne bewegt werden müssen. Mit festsitzenden Apparaturen lassen sich auch bei Erwachsenen extreme Fehlstellungen korrigieren. Viele Zahnbewegungen lassen sich ausschließlich mit festsitzenden Zahnspangen durchführen.
Mit Hilfe festsitzender Multibandapparaturen werden die Zähne über viele Monate konstant bewegt, z.B. verschoben. Ein Multiband besteht aus Metallplättchen, so genannten „Brackets“, die mit Hilfe von Kunststoff als Kleber in bestimmten Winkeln auf den Zähnen fixiert sind und über Drähte miteinander verbunden werden.

Eine intensive und spezielle Zahnpflege ist nötig, da das Karies- und Parodontopathie-Risiko auf Grund der zusätzlichen Schmutznieschen im Mundraum immens steigt.

Eine Behandlung ist, entgegen der Annahme vieler Patienten, nach Entfernung der kieferorthopädischen Apparatur meist aber noch nicht abgeschlossen!

Halbjährliche Kontrollen und möglicherweise auch das Tragen einer herausnehmbaren Platte oder eines Drahtbügels in der Unterkieferfront („Retainers“), können Jahrzehnte lang notwendig sein. Insgesamt aber macht die Mitarbeit des Patienten einen optimalen Erfolg erst möglich.